Archiv für Oktober, 2008

Ungebrochen hohe Nachfrage nach IT-Experten

Der Branchenverband BITKOM weist in einer Pressemitteilung auf die ungebrochen hohe Nachfrage nach IT-Experten hin:

  • Finanzkrise hat bisher kaum Einfluss auf den IT-Arbeitsmarkt
  • Aktuelle BITKOM-Studie: 45.000 offene Stellen für IT-Experten
  • Gesucht sind Software-Entwickler, Projektmanager und IT-Berater

Berlin, 15. Oktober 2008 - In der deutschen Wirtschaft gibt es derzeit rund 45.000 offene Stellen für IT-Experten. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor, die der Hightech-Verband BITKOM heute in Berlin vorgestellt hat. An der repräsentativen Untersuchung nahmen mehr als 1.500 Unternehmen teil. Die bundesweite Befragung wurde im September 2008 durchgeführt. Danach entfallen 19.000 offene IT-Stellen auf die ITK-Industrie und 26.000 IT-Jobs auf die Anwenderbranchen. „Die Finanzkrise hatte bis dato offenbar kaum Einfluss auf den Arbeitsmarkt für IT-Experten”, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. „Die Zahl der offenen Stellen liegt sogar leicht über Vorjahresniveau.” Wie stark sich die aktuelle Finanzkrise mittelfristig auf die Geschäfte im ITK-Sektor auswirken wird, sei derzeit schwer abzusehen. „Eine abflauende Konjunktur kann den Expertenmangel nur vorübergehend abschwächen, da er strukturelle Ursachen hat”, sagte Scheer. Junge Menschen sollten sich bei ihrer Berufswahl daher nicht aus der Ruhe bringen lassen. Scheer: „Die Hightech-Branche hat einen hohen Arbeitskräftebedarf und sie bietet spannende, perspektivreiche Jobs.”

Nach den Ergebnissen der Studie sind die Chancen für IT-Spezialisten nach wie vor sehr gut. Ein Drittel der befragten ITK-Unternehmen hat eine oder mehrere offene Stellen zu bieten. Die mit Abstand meisten Jobs stellen die Anbieter von Software und IT-Diensten. Dieser Markt wächst im laufenden Jahr um rund 6 Prozent. „IT-Projekte bestehen heute in erster Linie aus Beratungsleistungen, individuellen Programmierungen und Schulungen”, sagte Scheer. „Dafür ist viel Manpower notwendig.” Seit dem Jahr 2000 haben Software-Häuser und IT-Dienstleister rund 100.000 neue Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen. Mit 518.000 Jobs stellen sie heute den Großteil der insgesamt 829.000 Arbeitsplätze in der ITK-Branche. Entsprechend stark gefragt sind Software-Entwickler, die von zwei Drittel der ITK-Unternehmen mit freien IT-Stellen gesucht werden. Ebenfalls gesucht sind Projektmanager und IT-Berater. Im Gegensatz zur ITK-Industrie sind bei den Anwendern im Handel, im produzierenden Gewerbe und anderen Branchen vor allem IT-Administratoren gefragt, die für den reibungslosen Betrieb von IT-Systemen zuständig sind.

Der Mangel an Spezialisten bleibt laut der Umfrage für die ITK-Branche ein gravierendes Problem. 46 Prozent der befragten ITK-Unternehmen geben an, dass sie einen Fachkräftemangel spüren. Ein Drittel sagt, dass offene Stellen nur schwer zu besetzen waren und ein Viertel konnte für freie Arbeitsplätze gar keinen geeigneten Bewerber finden. „In absoluten Zahlen handelt es sich um rund 11.000 Stellen, die gar nicht oder nur schwer besetzt werden konnten”, sagte Scheer. Die Folge ist ein volkswirtschaftlicher Schaden von rund einer Milliarde Euro. Einen Engpass gibt es in erster Linie bei Mitarbeitern mit hoher Qualifikation. Fast zwei Drittel der ITK-Firmen suchen ausschließlich Mitarbeiter mit Hochschulabschluss.

Zwar wird sich der Expertenmangel mit der abflauenden Konjunktur entschärfen. „Es gibt aber einen demografisch bedingten, strukturellen Engpass für hochqualifizierte Nachwuchskräfte in praktisch allen technischen Disziplinen und der Informatik”, sagte Scheer. In den kommenden Jahren verabschiede sich eine geburtenstarke Generation hoch qualifizierter Techniker in den Ruhestand. Scheer: „Das Bildungssystem in Deutschland ist nach wie vor nicht in der Lage, den Nachwuchsbedarf der Wirtschaft zu decken. Deshalb müssen die Reform des Bildungssystems und moderne Zuwanderungsregelungen auf der Tagesordnung der Politik bleiben.”

Der BITKOM wird aus Anlass des Bildungsgipfels in der kommenden Woche die bildungspolitischen Forderungen der Hightech-Industrie gemeinsam mit dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) der Öffentlichkeit vorstellen.

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. vertritt mehr als 1.200 Unternehmen, davon 900 Direktmitglieder mit etwa 135 Milliarden Euro Umsatz und 700.000 Beschäftigten. Hierzu zählen Anbieter von Software, IT-Services und Telekommunikationsdiensten, Hersteller von Hardware und Consumer Electronics sowie Unternehmen der digitalen Medien. Der BITKOM setzt sich insbesondere für bessere ordnungspolitische Rahmenbedingungen, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine innovationsorientierte Wirtschaftspolitik ein.

Erstellt am Freitag 31. Oktober 2008
Unter: Allgemeines

Löten gegen den Fachkräftemangel

Wolfgang Rudolph und Wolfgang Back sind waschechte IT-Pioniere. Gemeinsam moderierten sie jahrzehntelang den WDR Computerclub, der jetzt als “CCzwei” im Web seine Wiederauferstehung feiert.

Die Computerclub-Wolfgangs im Interview bei der Computerwoche.

Erstellt am Donnerstag 30. Oktober 2008
Unter: Allgemeines

16 IT-Jobs mit Zukunft

Das Beratungshaus Forrester hat in einer Studie die gefragtesten IT-Jobs ermittelt.

Gefragt sind demnach Kundenbetreuer, Spezialisten für mobile Prozesse, Service-Manager, Analysten von Geschäftsprojekten und Leiter der Archivierung. Sehr gefragt sind Strategen für Unternehmensapplikationen, IT-Planer, Netzwerk-Architekten und Projektmanager. Extrem gefragt sind Daten-/Contentorientierte Analysten, Business-Architekten, Enterprise-Architekten und Experten in Anbieter-Management. Informations-Architekten und Experten für Informationssicherheit gehören zu den in Zukunft am gefragtesten IT-Spezialisten.

Mehr Informationen erhalten Sie auf CIO.de.

Erstellt am Mittwoch 29. Oktober 2008
Unter: Allgemeines

Mehr Durchlässigkeit zwischen beruflicher und Hochschulbildung

DIHK und HRK skizzieren transparente Wege ins Studium

Im Vorfeld des Bildungsgipfels haben der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) Vorschläge für mehr Durchlässigkeit zwischen beruflicher Bildung und Hochschulbildung entwickelt.

Ziel ist es, eine möglichst umfassende Qualifizierung der Fachkräfte in Wirtschaft und Wissenschaft zu gewährleisten. Schließlich verfügten “Personen mit einer beruflichen Ausbildung oder beruflicher Aufstiegsfortbildung in häufig unterschätztem Maß über fachliches Wissen und Fertigkeiten, anwendungsorientierte Fachkompetenzen und entsprechende Spezialisierungen sowie kommunikative und Managementkompetenzen, die auch im Studium vermittelt werden”, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von DIHK und HRK.

Übergänge von der beruflichen Bildung an die Hochschulen seien zwar bereits heute realisierbar, doch würden die Möglichkeiten zu selten genutzt, weil Regeln und Verfahren zu wenig überschaubar und bekannt seien. Deshalb fordern DIHK und HRK “einfache und nachvollziehbare Wege ins Studium”. Darüber hinaus müsse die Studiengestaltung der besonderen Lebenssituation beruflich Qualifizierter angepasst werden.

Für die Bundesländer gelte es, sich auf einheitliche Wege des Hochschulzugangs zu einigen und diese gesetzlich zu verankern. Auch müssten die Zulassungsverfahren der Studiengänge die Vorqualifikation beruflich Qualifizierter ohne Hochschulzugangsberechtigung “fair und ohne Diskriminierung” einbeziehen; beruflich erworbene, bereits nachgewiesene Kompetenzen seien auf ein Hochschulstudium anzurechnen.

Die Erklärung von DIHK und HRK steht hier zum Download bereit: DIHK_HRK_durchlässigkeit.pdf

Erstellt am Dienstag 28. Oktober 2008
Unter: Allgemeines

Bildungsstandards Informatik

Die Gesellschaft für Informatik (GI) e.V. und der Verlag LOG IN haben die Bildungsstandards Informatik veröffentlicht. Auf der Seite Informatikstandards.de finden Sie nicht nur den PDF-Download zu den Empfehlungen über die Bildungsstandards der Informatik, sondern auch eine umfangreiche Sammlung an Werkzeugen, die sowohl Inhalts- und/oder Prozessbereichen zugeordnet werden können. Die Webseite steht vor allem Informatiklehrern und deren Schülerinnen und Schüler zur Verfügung, mit dem Ziel den Informatikunterricht durch Einsatz von geeigneten Werkzeugen zu unterstützen und ihn dadurch vielseitiger sowie interessanter gestalten zu können.

Erstellt am Dienstag 21. Oktober 2008
Unter: Allgemeines